Hier finden Sie aktuelle EDI Meldungen der Pranke GmbH.

Die neuen Amazon-Standards für DESADV V2 stellen viele Unternehmen vor technische und organisatorische Herausforderungen.

Wir wissen, dass viele unserer Kunden Waren über Amazon vertreiben und diese Standards in der Praxis umsetzen müssen.

Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Unsere Mitarbeiter wurden kürzlich durch Amazon geschult, nutzten die Gelegenheit und spannten einen Draht zu den Experten vor Ort. Sie kennen die Erwartungen von Amazon und stehen Ihnen bei Fragen zur Seite.

DESADV V2 – Strukturtypen im Überblick

Amazon unterscheidet bei DESADV V2 verschiedene Strukturtypen, abhängig von Verpackungs- und Versandlogik.
Ein Beispiel ist der Strukturtyp SPCI. Hier wird die Lieferstruktur hierarchisch abgebildet: Auf Sendungsebene werden die Paletten definiert, auf Packebene die Kartons und darin die einzelnen Artikel mit ihren jeweiligen Mengenangaben.
Gerade SPCI ist in der Praxis besonders relevant – darauf gehen wir im Folgenden etwas genauer ein.

Hierarchische Abbildung:
Sendung → Palette → Karton → Artikel

  • Auf Kopf-Ebene wird im PAC-Segment die Gesamtanzahl der Paletten angegeben.
  • Anschließend wird jede Palette durch ein eigenes CPS-Segment beschrieben.
  • Unterhalb jeder Palette folgen weitere CPS-Segmente für die zugehörigen Kartons.
  • Innerhalb jedes Karton-CPS:
    • kennzeichnet PAC den Verpackungstyp (Karton),
    • werden die enthaltenen Artikel über LIN und die jeweilige Menge über QTY angegeben.
  • Sowohl Paletten als auch Kartons werden dabei über eine SSCC (LP-Label) identifiziert.

Geeignet für palettierte Kartonware mit Artikelzuordnung auf Kartonebene.

 

Upgrade auf DESADV V2 (Amazon Vendor Central)

Neue Vendoren erhalten DESADV V2 automatisch.
Bestehende Anbindungen müssen in Vendor Central aktiv auf die neue Version umgestellt werden.

 

Wie wir Sie bei Amazon DESADV V2 unterstützen

Bei der Umsetzung der Amazon-DESADV-Anforderungen bringen wir unsere Erfahrung aus bestehenden EDI-Anbindungen ein.

Gemeinsam klären wir offene Fragen zu Strukturtypen und Formaten.

Auf Wunsch stehen wir Ihnen auch während der Umstellung auf DESADV V2 zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns!

Seit über 100 Jahren steht Kunert für industrielle Strumpfproduktion und Markenaufbau in Europa.
Aus einer kleinen Strickerei im Böhmischen Niederland (heute Nordböhmen) entwickelte sich eines der größten Strumpfunternehmen seiner Zeit.
Bis heute prägen Erfahrung, Produktionskompetenz und internationale Präsenz das Unternehmen.

Shadow-Account statt ERP-Projekt

Viele Digitalprojekte im Handel beginnen mit einem Systemwechsel oder komplizierten IT-Projekten.
Der Nutzen zeigt sich – wenn überhaupt – erst später.

Für Kunert realisieren die Panke GmbH mit ihrem multifunktionalen Netzwerk PRANKE eGate® und Chainbalance eine andere Lösung.

Ohne Umbau zu realen Daten!

Ausgangspunkt

Kunert steuert die Nachversorgung seiner Verkaufsflächen über feste ERP-Parameter.
Das funktioniert – solange sich Nachfrage gleichmäßig entwickelt.

Im Daily Business sieht das anders aus:
Abweichungen werden spät sichtbar, Bestände und Verfügbarkeit laufen auseinander.

Eine grundlegende Umstellung der Systemlandschaft kommt nicht infrage.

 

Gamechanger: der PRANKE eGate® Shadow-Account

Kern der Lösung ist der Shadow-Account.
Über PRANKE eGate® werden Verkaufs- und Bestandsdaten parallel zum laufenden Betrieb gespiegelt.

Darauf setzt die Nachversorgungslogik von Chainbalance auf.

Der entscheidende Punkt:

Schnell umgesetzt, geringe Investitionen – kein Eingriff ins ERP, kein Umbau der Prozesse.

Die bestehende Systemlandschaft bleibt unverändert.
Auswertungen laufen parallel zum Tagesgeschäft – mit realen Daten aus den Verkaufsflächen.

Im Daily Business zeigt sich der Unterschied:
Nachlieferungen orientieren sich am tatsächlichen Verkauf.

 In der Anwendung

PRANKE eGate® stellt relevante Daten in Echtzeit bereit.
Chainbalance wertet die Zahlen aus und macht daraus konkrete Nachlieferentscheidungen.

Diese Prozesse laufen parallel zum bestehenden System, das ERP bleibt unangetastet.

Ergebnis

In der Anwendung zeigen sich konkrete Effekte:

– Die durchschnittlichen Lagerbestände gehen bei stabiler Warenverfügbarkeit um rund   13% zurück.
– Der manuelle Aufwand in der Nachversorgung sinkt um etwa 40%.
– Durch eine gleichmäßigere Flächenversorgung lassen sich Umsatzverluste reduzieren; insgesamt zeigt sich ein Umsatzplus von rund 9 %.

Simon Hattler, Prozess-Manager bei Kunert Fashion GmbH:

Die Dynamisierung der Sollbestände hat unseren durchschnittlichen Bestand reduziert und gleichzeitig den Umsatz gesteigert. Zudem erkennen wir Bestandsabweichungen deutlich früher und können schneller reagieren.“

Der Nutzen zeigt sich in der Praxis.

Fazit

Datenbasierte Nachversorgung muss kein IT-Großprojekt sein!

PRANKE eGate® stellt die Echtdaten im Shadow-Account bereit; unser Partner Chainbalance integriert sie in sein System und leitet daraus Nachversorgungsvorschläge ab, die sich an der tatsächlichen Nachfrage ausrichten.

Eine pragmatische Lösung, die sich an der Realität orientiert und sich schnell umsetzen lässt.

Pranke GmbH – Ihr verlässlicher Partner für digitale Prozesse

Gemeinsam mit digitalXL bieten wir Xentral-Kunden eine einfache Möglichkeit, direkt und ohne großen Aufwand in den elektronischen Datenaustausch mit der Pranke GmbH einzusteigen. Wer Xentral nutzt, kann sofort starten – ohne komplizierte Technik oder lange Einrichtungszeiten.
Die direkte Anbindung an Pranke macht den Einstieg einfach und zuverlässig.

Pranke EDI-Anbindung für Xentral ERP-Kunden

Eine Pranke EDI-Anbindung an Ihr Xentral ERP-System ermöglicht den automatisierten Austausch von Geschäftsdokumenten wie Bestellungen, Rechnungen und Lieferscheinen zwischen Ihnen und Ihren Geschäftspartnern. Dabei profitieren Sie von der EDI-Plattform PRANKE eGate®, die alle relevanten Nachrichtenarten unterstützt und Ihren Geschäftsalltag erleichtert.

Unsere Erfahrung für Ihren Erfolg

Seit 28 Jahren unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Abläufe digital zu gestalten – mit viel Erfahrung, technischem Know-how und dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist. Unsere Lösungen entstehen im engen Austausch mit unseren Kunden und bewähren sich täglich im Einsatz.

Wir arbeiten ständig daran, unsere Produkte zu verbessern und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz zu prüfen – immer mit dem Ziel, den echten Nutzen für unsere Kunden im Blick zu behalten.

Unser Anspruch an die Zusammenarbeit

Wir setzen auf eine verlässliche Partnerschaft, klare Kommunikation und echtes Verständnis für die Anliegen unserer Kunden. Gemeinsam mit digitalXL verfolgen wir genau diese Werte – für eine Digitalisierung, die Unternehmen wirklich weiterbringt.

Das steckt im digitalXL – Pranke Paket

  • Direkte Anbindung an Pranke – unkompliziert für Xentral-Kunden
  • Einfacher Start ohne technischen Mehraufwand
  • Sicherer Austausch von wichtigen Geschäftsdaten
  • Zuverlässiger Betrieb in deutschen Rechenzentren
  • Wächst mit Ihren Anforderungen mit
  • Technischer Support durch digitalXL – in enger Abstimmung mit Pranke
  • Klare Kosten ohne versteckte Gebühren

Die Verbindung läuft über PRANKE eGate®, unser bewährtes Netzwerk für den sicheren Austausch strukturierter Daten – zum Beispiel EDIFACT.

Pranke/mg

Gute Nachrichten für alle PRANKE eGate®- Kunden

Unser neues Update im Traffic-Reporting bietet umfassendere Einblicke und höhere Effizienz bei der Datenauswertung. Optimieren Sie Ihre Prozesse mit präziseren Analysen und erweiterten Darstellungsoptionen. Das alles mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit!

  • Erweiterte Historie: Die Traffic-Ansicht wurde von 12 auf 18 Monate erweitert. Trends und Entwicklungen lassen sich nun über einen längeren Zeitraum detaillierter verfolgen.
  • Tagesaktuelle Daten: Der aktuelle Monat wird bis zum Vortag angezeigt – für präzisere Entscheidungsgrundlagen.
  • Neue Traffic-Gruppen: „Gesendet an eGate“, „Empfangen von eGate„, „Gesendet an Gateway“, „Empfangen von Gateway“.
  • Flexibles Reporting: In der Übersicht können Sie einzelne Traffic-Typen per Klick auf die Legenden ein- und ausblenden.
  • Mehr Effizienz: Optimierte Berechnungslogik für schnellere Ergebnisse.

Beispiel der neuen PRANKE eGate®- Traffic-Auswertung

PRANKE eGate®: Neues Traffic-Reporting für präzisere Analysen

PRANKE eGate®: Neues Traffic-Reporting für präzisere Analysen

Über die Sektoren des Kreisdiagramms informieren Sie sich detailliert über den Traffic mit Ihren Top-Handelspartnern!
Entdecken Sie die neuen Möglichkeiten – für präzisere Analysen und die richtigen Entscheidungen.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail: support@pranke.com.

ediCERT Training

Seit 2011 veranstaltet die Pranke GmbH zweimal Jährlich die ediCERT®, eine Trainingsreihe für all jene, die sich täglich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen.
Im Laufe der Zeit durften wir viele Kollegen aus Industrie und Handel bei uns begrüßen. Wir stellen fest: Geht es um EDI-Prozesse, Digitalisierung, Automatisierung, sitzen wir alle im gleichen Boot!

Unsere Referentinnen und Referenten kommen aus der Praxis, haben täglich Kontakt mit den Kunden. Erfahrene Supporter*innen, Entwickler*innen und Projekt-Manager*innen stehen Ihnen für Analyse und Lösungsvorschläge zur Seite.

 

Drei Trainingsmodule

Das ediCERT® -Training eBiss für Anwender richtet sich an Einsteiger. Wir besprechen im Wesentlichen unsere EAI-Software Pranke® eBiss mit den wichtigsten Funktionen.
Wie lege ich Handelspartner an? Welchen Weg nehmen die EDI-Nachrichten vom Eintreffen bis zum Versand an den Handelspartner? Wie interpretiere ich eine Fehlermeldung und vieles mehr!

Beim ediCERT® -Training eBiss für Administratoren entdeckt man für sich im gemeinsamen Dialog manch überraschende, neue Idee! Aufbauend auf dem Anwendertraining richtet sich das ediCERT® Training eBiss für Administratoren an Nutzer, die bereits Erfahrungen mit eBiss im täglichen Geschäftsalltag haben.

Nach dem ediCERT®-Training eBiss für Integratoren sind Sie in der Lage ihre eigenen Schnittstellen zu erweitern, wissen alles über Plugins, können eBiss kompilieren und erstellen eigene Objekte.
Ideal für Pranke eBiss-Administratoren oder zum Beispiel Software-Partner.

 

Neu dabei: Exkurs zum Thema E-Invoice: PRANKE®-Lösung PER

 

Das nächste ediCERT® -Training 2026 findet im Oktober statt:

  • Anwender 26.-27.10.2026
  • Administratoren 27.-29.10.2026
  • Integratoren 30.10.2026

PS: hier finden Sie ausführliche Informationen zu allen ediCERT®-Trainings

Rüdiger Hulla, Head of Project Management, Remira

Rüdiger Hulla ist Informatiker und Betriebswirtschaftler. Seit 1999 organisiert er als Head of Project Management bei Futura die Implementierung von Handelssoftware bei großen Mode- und Bekleidungsunternehmen im In- und Ausland.
Im Rahmen einer Kommunikations-Initiative der Pranke GmbH, mit dem Ziel einen lebendigen Dialog mit den Partnern zu fördern, beantwortet Rüdiger Hulla die Fragen von Nicole Hegele.

Herr Hulla, Sie sind schon lange im Bereich EDI/Digitalisierung tätig, wir schätzen Sie seit vielen Jahren als Softwarepartner.
Haben Sie einen persönlichen Bezug zur Textilbranche oder könnten Sie sich Ihre Arbeit auch in einem anderen Bereich vorstellen?

Ich bin im Bereich Digitalisierung seit über 30 Jahren tätig. In der Anfangszeit war ich hauptsächlich mit der Einführung von Warenwirtschaftssystemen in unterschiedlichen Bereichen – vom Textilbereich über Hardware, Elektronik, Kosmetik bis hin zu Lebensmitteln – beschäftigt. Das Thema Datenaustausch begleitet mich seit Beginn meiner IT-Laufbahn. Seit 25 Jahren liegt mein Fokus auf EDI/EDIFACT. In dieser Zeit sind wir auch Softwarepartner der Firma Pranke. Wie erwähnt, hatte ich mit unterschiedlichen Branchen und Gewerken zu tun und habe auch heute noch mit verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette Kontakt. Meine Frau arbeitet im Handel und kommt aus der Textilbranche, daher ist der Einzelhandel – besonders Textil – bei uns stets ein Thema, auch „beim Frühstückstisch“.

Würden Sie uns Ihren größten Erfolg in kurzen Worten beschreiben?

Da gibt es viele. Zum einen die erfolgreiche Anbindung vieler Textillieferanten an den elektronischen Datenaustausch mittels EDI. Zudem habe ich in den letzten 25 Jahren weltweit zahlreiche Einzelhändler installiert, beraten und in ihre Systemwelten integriert. Als größten Erfolg sehe ich, dass viele dieser Kunden unserer Firma und mir persönlich seit über 25 Jahren die Treue halten. Das zeigt, dass einiges richtig gewesen sein muss.

Wie stellen Sie sich die Zukunft der Branche vor, insbesondere im Hinblick auf Lieferketten und die Digitalisierung?

IoT, insbesondere AutoID (RFID), ist ein zentraler Treiber in unserem Bereich. Hier steckt enormes Potenzial, auch wenn wir seit Jahren feststellen, dass das Thema „auf der Stelle tritt“. Damit würden heutige limitierende Faktoren wie Barcode-Recycling oder EAN-Code-Limitierungen obsolet. Diese Regularien stammen aus einer Zeit, als der Online-Handel eine geringe Rolle spielte, was sich ändern muss.

Auch neuronale Netze und KI werden das Management von Warenströmen, insbesondere die Warenversorgung und Produkterstellung, nachhaltig beeinflussen.

Wie balancieren Sie Ihre Arbeit mit Familie und Hobbys? Sind Sie eher der Typ 24/7?

Beruf und Privates sind keine Widersprüche, sie gehören zusammen. Wichtig ist es, sich Zeit für beide Bereiche zu nehmen und eine Abgrenzung zu schaffen. Das bewahrt die Freude an neuen beruflichen Herausforderungen.

Wir schätzen Ihre Flexibilität und Zuverlässigkeit. Was würden Sie über uns sagen?

Ich habe oft mit Herrn Grüger und Herrn Gleichauf zu tun und erlebe selten lange Diskussionen bei der Fehlerbehebung. Probleme werden schnell gelöst, eine solche Reaktionszeit würde ich mir von anderen Partnern wünschen. Auch der Know-how-Transfer ist bei Ihnen erstklassig.

Welche Innovation wird Ihrer Meinung nach in Zukunft Markt und Gespräch prägen?

Ich denke, KI wird einen größeren Einfluss haben, als wir derzeit absehen können.

Viele große Unternehmen werben mit nachhaltigen Angeboten: Bio-Baumwolle, langlebige Hemden, Secondhand. Sind das wichtige Schritte in Richtung nachhaltige Modebranche – oder Greenwashing?

Die Gen Z schaut bei solchen Themen genau hin und erkennt Greenwashing. Allerdings leben wir in einem Widerspruch: Diese Generation zeigt deutlich, dass ein „Weiter wie bisher“ nicht möglich ist, doch zugleich tragen Plattformen wie Temu zu ihrem Erfolg bei. Ein Paradoxon, das wir derzeit beobachten.

Wie gehen Sie in leitender Position mit dem Fachkräftemangel um?

Wertschätzung, interessante Aufgaben, ein positives Umfeld und angemessene Vergütung sind entscheidend. Wichtig ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu erkennen, da Alter und Persönlichkeit die Sicht auf den Job beeinflussen. Nach Corona ist es essenziell, das Zwischenmenschliche wieder stärker zu betonen, um eine hohe Zufriedenheit zu schaffen. Zufriedene Kolleginnen und Kollegen binden sich stärker an das Unternehmen.

Was bedeutet Glück für Sie?

Glück ist für mich, Familie und Freunde um mich zu haben und zu wissen, dass es ihnen gut geht. Dazu gehört auch ein gutes Gespräch, ein Glas Wein und die Ruhe, die solche Momente vermitteln. Beruflich macht es mich glücklich, wenn ich etwas Großartiges erreicht habe – oft fühle ich das bei meiner Arbeit mit Pranke eBiss.


 

Die elektronische Rechnung ist mehr als nur ein Trend – sie wird ab 2025 für viele Unternehmen in Deutschland zur Pflicht. Wir unterstützen Sie mit der Pranke® Elektronischen Rechnung (PER) bei der Umstellung.

Warum PRANKE® Elektronische Rechnung?

Die PRANKE® Elektronische Rechnung integriert sich nahtlos in Ihre bestehenden EDI-Prozesse. Sie sparen nicht nur Papier, sondern optimieren Ihren gesamten Rechnungsworkflow. PER sorgt für eine automatische, transparente und revisionssichere Verarbeitung Ihrer Rechnungen – ohne großen Aufwand und zu minimalen Kosten, volumenbasiert.

PER im Vergleich zur neuen E-Rechnung-Pflicht

Ab 2025 besteht die Pflicht zwischen inländischen Unternehmen Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format (E-Rechnungen) zu empfangen und zu senden. Uneingeschränkt gilt dies für den Empfang von elektronischen Rechnungen. Für das Senden gibt es Übergangsvorschriften.

Mit PER sind Sie bestens vorbereitet: Wir bieten Ihnen bereits heute eine rechtskonforme Lösung, die mit Formaten wie PDF/A-3 und ZUGFeRD die aktuellen Standards erfüllen.
Die zukünftige E-Rechnung wird als XML-Format bereits jetzt von PER bedient. PDF entfällt bald definitiv.

Ihre Vorteile auf einen Blick:
  • Aus der Anwendung in die Anwendung
    • Automatisierte Abläufe: Schluss mit dem manuellen Abgleich – alle Rechnungsprozesse laufen digital und ohne Medienbrüche ab.
  • Zeitersparnis: Schnellere Bearbeitung, mehr Effizienz.
  • Revisionssicherheit: Ihre Daten sind gesetzeskonform archiviert und vor Zugriffen geschützt.
  • Transparenz: Sofortige Sichtbarkeit von Abweichungen und offene Rechnungen im Blick.
  • Platzsparend: Rechnungen der nächsten 10 Jahre auf einem USB-Stick statt in Aktenordnern.
  • Zukunftssicher: Bereits heute kompatibel mit den kommenden gesetzlichen Anforderungen.

Der Einstieg in die elektronische Rechnung mit Pranke bringt Vorteile. Zum Beispiel unsere Expertise. oder unser kostensparendes, volumenbasiertes Abrechnungsmodell.
Lassen Sie uns gemeinsam den nächsten Schritt gehen! Wir unterstützen Sie aktiv bei der Implementierung und bieten Ihnen maßgeschneiderte Lösungen – einfach, logisch und auf Ihre Vorstellungen abgestimmt.

Ihr Pranke-Team

Kontaktieren Sie uns noch heute für mehr Informationen oder ein unverbindliches Angebot!
Mit Pranke an Ihrer Seite gelingt der Umstieg. Seien Sie bereit für 2025 und optimieren Sie schon jetzt Ihren Rechnungsprozess!

PS: Zur Zeit prüfen wir verschiedene Anbieter für Archivsysteme. Damit wir Ihnen bald ein Komplettpaket präsentieren können. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Seit 2011 veranstaltet die Pranke GmbH zweimal jährlich die ediCERT®, eine Trainingsreihe für all jene, die sich täglich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen.

Im Laufe der Zeit durften wir viele Kollegen aus Industrie und Handel bei uns begrüßen. Wir stellen fest: Geht es um EDI-Prozesse, Digitalisierung und Automatisierung, sitzen wir alle im gleichen Boot!

Die ediCERT® besteht aus drei Modulen

Das ediCERT®-Training eBiss für Anwender richtet sich an Einsteiger. Wir besprechen im Wesentlichen unsere EAI-Software Pranke eBiss mit den wichtigsten Funktionen. Wie lege ich Handelspartner an? Welchen Weg nehmen die EDI-Nachrichten vom Eintreffen bis zum Versand an den Handelspartner? Wie interpretiere ich eine Fehlermeldung und vieles mehr!

Stefan Bidoae von der HILTL HOSEN-MANUFAKTUR GMBH meint:

Genau das, was ich gebraucht habe. In das EDI-Thema bin ich ja so reingerutscht. Ich bin schon seit 2003 bei Hiltl, eigentlich im Vertrieb, mit Artikelnummern kann ich jonglieren. Als Neuling wäre mir der Einstieg in EDI schwergefallen, auch wenn ich Logik und Prozesse kenne, Details sind wichtig! Mit dem EDI-Thema kommt viel Neues und mehr Arbeit auf mich zu, das Training war für mich persönlich top!

Unsere Referentinnen und Referenten kommen aus der Praxis und haben täglich Kontakt mit den Kunden. Erfahrene Supporter*innen, Entwickler*innen und Projekt-Manager*innen stehen Ihnen für Analyse und Lösungsvorschläge zur Seite. Beim ediCERT®-Training eBiss für Administratoren entdeckt man für sich im gemeinsamen Dialog manch überraschende, neue Idee!

Nach dem ediCERT®-Training eBiss für Integratoren sind Sie in der Lage, ihre eigenen Schnittstellen zu erweitern, wissen alles über Plugins, können eBiss kompilieren und erstellen eigene Objekte. Ideal für Pranke eBiss-Administratoren oder zum Beispiel Software-Partner.

Nun planen wir bereits für den Herbst 2024 und auch schon für das kommende Frühjahr, die Zeit fliegt!

Das zweite ediCERT®-Training 2024 findet Mitte November statt:

  • Anwender: 18.-19.11.2024
  • Administratoren: 19.-21.11.2024
  • Integratoren: 22.11.2024

Wie immer gibt es eine Frühbucher-Aktion, diesmal bis zum 07.10.2024 (10 % Nachlass), wie heißt es so schön: Der frühe Vogel fängt den Wurm!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen erholsamen Sommer und frische Kräfte für den Herbst.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Pranke GmbH

PS: Hier finden Sie ausführliche Informationen zu allen ediCERT®-Trainings.

Daniel Plohnke ist der Geschäftsführer der enventa Group GmbH, einem führenden Unternehmen im Bereich der Softwarelösungen für die Textilbranche. Mit seiner langjährigen Erfahrung und Leidenschaft für die Digitalisierung und EDI (Electronic Data Interchange) hat er das Unternehmen erfolgreich durch die Herausforderungen der digitalen Transformation geführt.
Im Rahmen einer Kommunikationsinitiative der Pranke GmbH stellte ihm Nicole Hegele die folgenden Fragen:

Nicole Hegele:
Herr Plohnke, wir freuen uns sehr, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben. Können Sie uns zuerst etwas über Ihre Verbindung zur Textilbranche erzählen?

Daniel Plohnke:

Die Produkte, für die wir unsere Software-Lösungen entwickeln, können wir jeden Tag anfassen und erleben. Das erzeugt eine besondere Bindung zu unseren Kunden. Diese Emotionalität und der direkte Draht zu den Entscheidern sind das Besondere, was diese Branche ausmacht. Software und Fashion sind meine Leidenschaft.

Nicole Hegele:
Würden Sie uns Ihren größten Erfolg in kurzen Worten beschreiben?

Daniel Plohnke:

Meine Familie.

Nicole Hegele:
Wie stellen Sie sich die Zukunft der Branche vor, insbesondere im Hinblick auf Lieferketten und die Digitalisierung?

Daniel Plohnke:

Alles wird digitaler und automatisierter. Die IT wird immer mehr zu einem wesentlichen Faktor in der Wertschöpfungskette. Daher werden die Unternehmen vorweggehen, die digitale Prozesse und Geschäftsmodelle im Griff haben.

Nicole Hegele:
Wie balancieren Sie Ihre Arbeit mit Familie und Hobbys? Sind Sie eher der Typ 24/7?

Daniel Plohnke:

Wenn es der Job erfordert, gibt es auch 24/7 Phasen, dafür dann auch Phasen mit mehr Zeit für die Familie. Ich halte es nach Karl Heinrich Waggerl: Zeit hat man nur, wenn man sie sich nimmt.

Nicole Hegele:
Wir schätzen Ihre Flexibilität und Zuverlässigkeit. Was würden Sie über uns sagen? Nehmen Sie bitte kein Blatt vor den Mund!

Daniel Plohnke:

Wir schätzen Pranke seit vielen, vielen Jahren als zuverlässigen und auch persönlichen Partner. Die Expertise in der Fashion-Branche ist hervorragend und neue Ideen konnten wir immer gemeinsam angehen.

Nicole Hegele:
Welche Innovation wird Ihrer Meinung nach in Zukunft Markt und Gespräch prägen?

Daniel Plohnke:

Es gibt immer wieder Megatrends, die die Welt verändern sollen. Davon schaffen es aber nur wenige wirklich. Oft sind es viele kleinere Innovationen und die Verbindung davon, die uns voranbringen. Das Thema Künstliche Intelligenz wird meiner Meinung nach unser Leben im privaten wie auch im geschäftlichen deutlich verändern. In den letzten Jahren gab es hier extreme Fortschritte und wir sind noch lange nicht am Ende dieser Innovation.

Nicole Hegele:
Viele große Unternehmen werben mit nachhaltigen Angeboten: Bio-Baumwolle, langlebige Hemden, Secondhand. Sind das wichtige Schritte in Richtung nachhaltige Modebranche oder ist das Greenwashing?

Daniel Plohnke:

Für unsere Zukunft ist Nachhaltigkeit essentiell. Was momentan an der ein oder anderen Stelle noch in den Kinderschuhen steckt, wird unser Handeln in Zukunft prägen. Besonders das Recycling und die Langlebigkeit sind Themen, die ich sehr wichtig finde. Wir müssen nicht alle paar Wochen ein neues T-Shirt tragen.

Nicole Hegele:
Wie gehen Sie in leitender Position mit dem Fachkräftemangel um?

Daniel Plohnke:

Wir haben ein gutes People & Culture Team, welches nicht nur die Rekrutierung, sondern auch die Mitarbeiterbindung verantwortet. Denn in diesen Zeiten ist es wichtig, den Mitarbeitern einen Job mit Purpose und Spaß an der Arbeit zu bieten.

Nicole Hegele:
Was bedeutet Glück für Sie?

Daniel Plohnke:

Die Freiheit, die Dinge zu tun, die mir Spaß machen und mir persönlich wichtig sind.

Die 1989 gegründete INTEX EDV-Software GmbH entwickelt, vertreibt und implementiert maßgeschneiderte ERP- und PLM-Lösungen für die Textilindustrie bzw. Modebranche. Die integrierten Lösungen verbinden alle notwendigen ERP-, PLM- und SCM-Prozesse miteinander, besitzen moderne Omnichannel-Kommunikationsstrukturen und sind für nahezu alle Businessarten der Fashion-Branche geeignet. Über ein fundiertes Fachwissen verfügt CTO Dennis Weber, mit dem wir das Interview im Rahmen einer Kommunikations-Initiative der Pranke GmbH führen durften.
Die Fragen stellte Mathias Guthmann.

 

Herr Weber, ich freue mich sehr, dass Sie sich bereit erklären, dieses Interview mit uns zu führen.
Die Idee dazu kommt von der Geschäftsleitung. In Zeiten wo die Diskussion sehr aufgeheizt ist, wollen wir einen ruhigen aber lebendigen Dialog mit unseren Partnern führen, deswegen diese Initiative. Vieles läuft ja gar nicht so schlecht, wie es teilweise dargestellt wird.

Auch wir stellen das fest. Oft wird aber auf hohem Niveau gemeckert.

Sie sind schon lange im Bereich EDI/Digitalisierung tätig, wir schätzen Sie seit vielen Jahren als Softwarepartner.

Haben Sie einen persönlichen Bezug zur Textilbranche oder könnten Sie sich Ihre Arbeit auch in einem anderen Bereich vorstellen?

Ich habe tatsächlich eine familiäre Bindung zur Textilbranche. Die erste Version der INTEX-Software ist im großelterlichen Betrieb entstanden. Wir hatten einen klassischen HAKA Betrieb (Herren/Knabenmode).
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als „Stöpsel“ durch den Betrieb gelaufen bin und mit allem gespielt habe, was nicht niet- und nagelfest war.
In der Logistik hing damals schon so ein Sorter, wo man dann per Knopfdruck den Abwurf-Ort für die Hängeware bestimmen konnte.
Gemeinsam mit meinem Cousin habe ich damals die Leute von der Arbeit abgehalten.
Die Software war so gut, dass man sie der Allgemeinheit zugänglich gemacht hat, eine Mehrfachnutzung hat sich angeboten.

Mein Vater hat dann die Firma gegründet und ich selbst bin vor nicht ganz 14 Jahren bei INTEX eingestiegen.
Ich sehe momentan keinen Grund etwas zu ändern.

Das hoffen auch wir. Sie haben sich also schon in der Kindheit und Jugend praktisch mit der Textilbranche befasst.
Würden Sie uns Ihren größten Erfolg in kurzen Worten beschreiben?

Da habe ich länger drüber nachgedacht. Familiär reden wir darüber, wenn meine Kinder alle volljährig sind und hoffentlich einen Beruf finden, der sie ausfüllt.
Dann schauen wir, ob ich mich auch am Erfolg beteiligt sehe, oder ob sie das selbst geschafft haben.
Beruflich ist natürlich die Neuentwicklung von Fusion aus eigener Kraft als Upgrade zur Professional Version – der Vorgängerversion- für das Unternehmen eine Herausforderung gewesen.
Wir mussten viele Entscheidungen treffen, ich würde behaupten, der Großteil davon wurde richtig getroffen!

Ja, so ein Roll-out ist mit Risiken und Kosten verbunden, man ist froh, wenn man das erfolgreich über die Bühne bekommt.
Wie stellen Sie sich die Zukunft der Branche vor, insbesondere im Hinblick auf Lieferketten und die Digitalisierung?

Spannend. Da wird sehr viel passieren müssen. Der Weg ist lang und die vom Gesetzgeber gesetzte Zeitspanne sehr kurz.
Wenn man die Textilbranche betrachtet, stellt man fest, dass der Großteil der Unternehmen es noch nicht geschafft hat ihr Supply-Chain-Management digital umzusetzen.
In dieser Situation über die Digitalisierung nachzudenken, ist ein sehr großer Schritt.
Viele Lieferbetriebe sind entsprechend klein. Ein Beispiel sind Nischenprodukte, stellen wir uns einfach einmal Lederprodukte mit verschiedenen Lederarten vor. Alles in Handarbeit hergestellt, in dritter Generation.
Da ist es bereits ein Fortschritt, wenn dort ein Notebook steht und die notwendigen Daten in digitaler Form verarbeitet werden.
Schon beim Supply-Chain-Management ist das eine Herausforderung. Ab sofort muss das für ein wesentlich größeres Datenportfolio erledigt werden.
Bei kleineren Betrieben funktioniert das für eine Marke noch gut, sobald es aber mehrere Marken sind, wird das schon schwieriger.

Wird alles zentral eingegeben? Gilt das für eine oder alle Marken? Muss sich der kleine Lieferant/Produzent auf alle verschiedenen ERP-Systeme seiner Kunden einstellen?

Das ist spannend, insbesondere die Frage, ob sich die Branche auf einen gemeinsamen Standard einigen wird.
Ich kenne das aus dem GTS-Projekt.

Andreas Schneider…

Ja. Und Daniel Gleichauf, mit dem hatte ich in letzter Zeit viel Kontakt.
Es gibt die Angst vor einer großen zentralen Plattform. Auf der anderen Seite bietet so eine Plattform natürlich auch Vorteile, es macht das Leben für alle Beteiligten leichter.
Man muss die Balance finden. Die EU verfolgt Nachhaltigkeitsziele.

Ein Schreckgespenst für die Branche.
Ich hoffe, dass man in ein paar Jahren in den Läden keine T-Shirts für fünf Euro mehr sehen wird.
Aus Nachhaltigkeitsaspekten macht es keinen Sinn, so etwas in den Handel zu bringen.

Die Branche muss sich dahingehend neu erfinden, dass sie nicht mehr den Stückzahlen hinterher läuft, sondern sich darauf fokussiert, die Margen zu optimieren.
Ich selbst bin sehr mathematisch orientiert.
Wenn ich drei T-Shirts für fünf Euro pro Stück verkaufe und jeweils 0,50€ Marge habe, oder ein T-Shirt für 15€ verkaufe und dann vielleicht idealerweise sogar zwei Euro Marge habe, sind mir die Stückzahlen unwichtig.
Ich verkaufe ein nachhaltigeres Produkt zum höheren Preis.
Das sieht man zum Beispiel an den Bioläden oder im Fair-Trade Bereich, es gibt einen Markt dafür!
Dort sind die Leute ja auch bereit, mehr Geld auszugeben. Die Branche wird den Weg aus der Preisdiskussion finden müssen.

Ich höre immer: „In dem Marken-Segment wo ich unterwegs bin, kann ich das für den Preis gar nicht anbieten“.
Die komplette Branche wird sich verändern müssen, im gesamten Preisgefüge wird sich das dann wieder finden.

Ein schwieriger Kampf, weil es immer noch viele Big Player im Fast Fashion Segment gibt, mit ganz anderen Interessen.

Ja. Das ist aber eine Frage des Bewusstseins. Der Slogan „Geiz ist geil“, der jahrelang von Mediamarkt verwendet wurde scheint gut funktioniert zu haben, ist aber nicht mehr zeitgemäß.

Zu Beginn der Globalisierung gab es ja auch die Vorstellung davon, dass auch die Näherin auf der anderen Seite des Globus ein wenig mehr verdient, hat nicht so gut geklappt.
Wie balancieren Sie Ihre Arbeit mit Familie und Hobbys? Sind Sie eher der Typ 24/7?

Mal besser, mal schlechter würde ich sagen. Im Grunde ist jeder Bereich wichtig und erfordert besondere Aufmerksamkeit.
Prioritäten ändern sich ständig, der Fokus ändert sich.
In bestimmten Phasen priorisiere ich die Arbeit, es gibt aber auch dann wieder Zeiten, die nehme ich mir für Familie und Hobbys. Ich bin aber flexibel, mir ist es egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit ich arbeite.

Welche Hobbys haben Sie denn?

Ich bin ein typischer Nerd, Computerspiele habe ich zwar abgelegt, Rollenspiele und Tabletop-Spiele interessieren mich aber immer noch sehr.
Kurz vor Beginn der Pandemie habe ich Lego wiederentdeckt. Da brauche ich niemand anderen dafür und ich kann gut abschalten.
Es ist gerade so viel geistiger Fokus nötig um an nichts anderes zu denken, ohne dabei anstrengend zu sein. Ich schalte da einfach ab.

Wir schätzen Ihre Flexibilität und Zuverlässigkeit. Was würden Sie über uns sagen? Nehmen Sie bitte kein Blatt vor den Mund!

Wir sind schon lange Partner, eine Partnerschaft, die auch nie zur Diskussion stand.
Über so eine lange Zeit kann es natürlich immer mal knirschen. Immer haben wir eine Lösung gefunden. Der Kontakt zu Daniel Gleichauf ist immer fachlich und tiefgründig, technisch versiert und konstruktiv.

Welche Innovation wird Ihrer Meinung nach in Zukunft Markt und Gespräch prägen?

Ein schwieriger Blick in die Kristallkugel.

… einige Interviewpartner haben ohne zu Zögern die KI genannt…

Ein Hype-Thema. Aber so weit bin ich da nicht entfernt.
Kürzlich war ich auf einer Messe und war vom Fortschritt der Automatisierung beeindruckt. Es war keine typische Textilmesse, eher im Automobilbereich. Ich betrachte die Robotik als Nebenprodukt der KI.

Ich denke, dass wir irgendwann soweit sind, mit KI und Robotik viel mehr im Textilbereich machen zu können.
Das wäre auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Wo die Roboter stehen, ist  grundsätzlich egal.

Produktionsstätten nach Europa zurückholen…

Ich glaube Adidas hat seine Speedfactories zwar eingestampft, die Idee ist aber damit nicht begraben.
(Anm. d. Red.: Die Vernetzung modernster Informations- und Kommunikationstechnologien mit der industriellen Fertigung stellt einen immensen Fortschritt in der Sportartikelherstellung dar: Innovative Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle können umgesetzt werden. Im Forschungsprojekt SPEEDFACTORY wird eine automatisierte Einzelstückfertigung entwickelt, in der Menschen und Roboter in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung Sportartikel produzieren. Eine kostengünstige und flexible Herstellung in kürzester Zeit wird dadurch ermöglicht).

Das war ein erster Versuch in die Richtung. Ich glaube, das wird tatsächlich kommen.

Viele große Unternehmen werben mit nachhaltigen Angeboten: Bio-Baumwolle, langlebige Hemden, Secondhand. Sind das wichtige Schritte in Richtung nachhaltige Modebranche – oder ist das Greenwashing?

Von außen schwer zu beurteilen, bei welchen Firmen das Greenwashing ist und wo das echt gelebt wird.
Es gibt einige, bei denen ich behaupten würde, das ist Greenwashing, andere meinen das durchaus ernst.
In Summe, also für die komplette Branche würde ich behaupten: Das ist alles noch Greenwashing!
Ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man das komplette Umsatzvolumen heranzieht.
Trotzdem, jeder muss klein anfangen. Selbst wenn es im Moment Greenwashing ist, die Thematik führt bei vielen Labels zu mehr Bewusstsein und folgerichtig zu mehr Nachhaltigkeit.

An der Stelle ist jeder Schritt wichtig. Auch in der Bevölkerung muss das Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Geiz eben nicht geil ist!

Wie gehen Sie in leitender Position mit dem Fachkräftemangel um?

Wir verfolgen verschiedene Strategien. Gute Erfahrungen haben wir mit einer lokalen Agentur. Die kennen uns gut.
Man sucht nach fachlichen Skills, im Endeffekt muss das menschliche Miteinander passen. Wir arbeiten im Team, jeden Tag.
In den letzten Monaten haben wir uns an eine junge Agentur gewandt, die uns Leute aus den Social-Media-Kanälen geschickt hat, was erstaunlich gut funktioniert hat.

Was bedeutet Glück für Sie?

Schwierige Frage. Bei den meisten kommt da natürlich erst einmal die Gesundheit. Wenn man sich darüber Gedanken machen muss, wird alles nebensächlich.
Ein positives familiäres und sonstiges Umfeld ist wichtig, um glücklich zu sein.
Und natürlich muss die Arbeit Spaß machen, ich bin kein Verfechter des Satzes „das Leben ist kein Ponyhof“.
Die Freiheit, sich selbst weiter zu entwickeln, ist für mich ein ganz wichtiges Element des Glücks.

Herr Weber, vielen Dank für dieses Gespräch.